Sind Nackenstützkissen gesund oder schaden sie dem Nacken?

Die Aufgabe des Kopfkissens ist es, den Kopf und den Nacken in einer möglichst natürlichen Position zu lagern, um so den Stress und Spannung in der Muskulatur zu verringern.

Wissenschaftler sind sich einig, dass die falsche Schlafposition oder ein Kissen, das nicht ausreichend Unterstützung bietet zu den Auslösern von morgendlichen und nächtlichen Nackenproblemen und Schmerzen zählt.

Ebenfalls einig sind sich Experten, dass die richtige Schlafposition in Kombination mit einem passenden Kissen, dazu beitragen kann Nackenprobleme zu reduzieren.

Forschungen zeigen, dass der Nacken davon profitiert, wenn du entweder auf der Seite oder auf dem Rücken schläfst, denn beide Positionen können einen großen Unterschied für deinen Nacken machen. Auf dem Bauch zu schlafen gilt als Auslöser für Nackenprobleme.

Neben der richtigen Schlafposition spielt das Kissen eine entscheidende Rolle und auch hier sind sich die Experten einig. Es sollte ein kompaktes Kissen sein, das den Nacken ausreichend unterstützen kann.

Infrage kommen hier einige Kandidaten wie z.B. Nackenstützkissen aus Schaumstoff, Wasserkissen oder auch kompakt mit Daunen gefüllte Dreikammerkopfkissen.

Um die ursprüngliche Frage als bereits zu beantworten, ja Nackenstützkissen sind gesund.

Was macht Nackenstützkissen so gesund?

Im Grunde ist das einfach erklärt, denn ein Nackenstützkissen unterstützt die natürliche Form der Wirbelsäule und bringt den Körper in eine ergonomisch korrekte Haltung. Beides sorgt dafür, dass die Muskulatur in Hals, Nacken und Schultern regenerieren können.

Auf einem herkömmlichen Kopfkissen, das zu wenig Unterstützung bietet, ist die Nackenmuskulatur die ganze Nacht damit beschäftigt das Abknicken des Kopfes zu korrigieren.

Wie gut Nackenstützkissen wirklich sind, zeigt eine Studie, die bewiesen hat, dass eine Kombination aus regelmäßigen Übungen und einem unterstützenden Kissen deutlich effektiver gegen Nackenschmerzen ist als z.B. Hitze, Kälte, Massagen und andere Methoden Nackenbeschwerden in den Griff zu bekommen.

Das Kissen muss passen

Es gibt nicht einfach das eine Nackenstützkissen, das für alles und jeden die Lösung seiner Nackenprobleme bedeutet. Das Kissen ist immer nur ein kleiner Teil des Puzzles kann aber großen Einfluss auf den Verlauf der Nackenbeschwerden haben.

Je nach Schlafposition sind unterschiedliche Dinge wichtig bzw. gibt es unterschiedliche Dinge, auf die du achten solltest. Hier ein kurzer Überblick:

  • Für Rückenschläfer eignen sich flache Kissen die sich möglichst gut an die Form des Kopfes und des Nackens anpassen. Auf jeden Fall sollten sie eine leichte Wölbung haben, um die natürliche Form der Wirbelsäule im Bereich des Halses zu unterstützen.
  • Als Rückenschläfer kannst du versuchen, ein Handtuch zusammenzurollen und an das vordere Ende des Kissens in den Bezug zu legen, um so die nötige Unterstützung für den Nacken zu bekommen.
  • Alternativ dazu kannst du auch einfach ein Nackenstützkissen mit der leicht zu erkennenden Wellenform nutzen. Achte als Rückenschläfer darauf, dass das Kissen nicht zu fest ist. Memory Foam ist ein ideales Material mit einer guten Kombination aus Komfort und Stützkraft.
  • Rückenschläfer sollten auf flache Kissen setzen, denn ein zu hohes Kissen kann den Nacken überspannen und zu Beschwerden führen.
  • Als Seitenschläfer ist ein hohes Kissen mit ausreichend Stützkraft wichtig, denn das Ziel ist es die Wirbelsäule in eine gerade Position zu bringen.
  • Die Wellenform ist auch hier wichtig um die natürliche Form der Halspartie zu unterstützen.

Weitere Informationen und Empfehlungen findest du auch in meinem Nackenstützkissen Test und dem dazugehörigen Ratgeber.

Was du sonst noch tun kannst

Da Nackenstützkissen zwar ein tolle Hilfe sein können, aber kein alleiniges Heilmittel darstellen, musst du dich auch im Alltag für das Thema Nackenschmerzen sensibilisieren.

Einige einfache Änderungen in deinem täglichen Ablauf können dabei helfen Nackenschmerzen zu minimieren.

  • Achte beim Sitzen und Stehen auf eine gute Haltung. Der Kopf sollte über den Schultern sein und nicht wie ein Geierhals nach vorne gestreckt werden. Die Schulter sollten über den Hüften sein, sodass alles eine gerade Linie bildet.
  • Bei Aufgaben die den Nacken belasten beispielsweise am PC oder bei langen Autofahrten solltest du regelmäßige Pausen planen und den Nacken mobilisieren.
  • Wer lange am PC arbeitet sollte richtig sitzen und das bedeutet, dass die ein kleines Stück unter den Hüften sein sollten (die alte 90° Regel ist veraltet). Der Monitor sollte erhöht auf Augenhöhe stehen.
  • Keine schweren Taschen auf nur einer Schulter tragen, erklärt sich von selbst würde ich meinen.
  • Falls du rauchst, lass es lieber, denn es gibt Studien, die Rauchen mit Nackenschmerzen in Verbindung bringen.

Der letzte Tipp ist im Schlaf eine gute und gesunde Körperhaltung einzunehmen. Das bedeutet auf der Seite oder dem Rücken zu schlafen und ein passendes Kissen zu benutzen und das schließt sich der Kreis wieder bei den Nackenstützkissen.


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