Nackenstützkissen Test: Die besten Kissen & Testsieger (2022)

Ich will mal gleich mit der besten Nachricht ins Haus fallen, Nackenstützkissen sind super dafür geeignet lästige Verspannungen und Nackenschmerzen in den Griff zu bekommen.

Es muss aber ein Nackenstützkissen sein, das zu dir, deinen Schlafgewohnheiten und deinem Körperbau passt. Es ist aber nicht schwer, das passende Kissen zu finden, solange man weiß, worauf man achten muss und genau das will ich dir in meinem Nackenstützkissen Test verraten.

Die häufigsten Gründe und Auslöser für Nackenschmerzen finden sich übrigens in unserem Alltag. Besonders oft leiden Menschen die viele Stunden am Tag vor dem PC verbringen oder viel im Auto sitzen. Kommt dann noch ein Kissen zum Einsatz, das zu weich, zu niedrig oder zu hoch ist, dann wird der Nacken nachts zusätzlich beansprucht und kann sich nicht von den Belastungen des Alltags erholen.

Zum Glück, kann bei allen diesen Problemen ein Nackenstützkissen helfen. Es kommt sogar häufig vor, dass alleine die Umstellung auf ein passendes Kissen ausreicht, um Nackenschmerzen, Verspannungen, Schwindel und Kopfschmerzen in den Griff zu bekommen.

Die besten Nackenstützkissen

Hier findest du Testsieger großer Magazine oder Stiftung Warentest aber auch meine ganz persönlichen Favoriten. Für weitere Infos zu den Kissen und aktuelle Preise kannst du die direkt verlinkten Shops besuchen.

Third of Life Matar

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Ich mag es, wenn man richtig viel Produkt für sein Geld bekommt und das ist bei dem Third of Life Matar Nackenstützkissen der Fall. Das vom IGR (Institut für Gesundheit und Ergonomie e.V.) zertifizierte Kissen ist höhenverstellbar und so sehr gut für Seitenschläfer und auch für Rückenschläfer geeignet. Dazu ist es besonders resistent gegen Milben und hat einen klimaregulierenden Bezug.

Paradies reVita Ergonomic

Bei Stiftung Warentest hat das reVita Ergonomic von Paradies nur den vierten Platz belegt, für mich ist es aber eines der komplettesten und besten Nackenstützkissen. Das Kissen ist höhenverstellbar und für Seiten- und Rückenschläfer geeignet. Es trocknet unglaublich schnell, sorgt für eine optimale Luftzirkulation und der Preis stimmt auch.

Badenia Irisette Mika

Das Badenia Irisette Mika ist ein absolutes Funktionswunder und lässt sich in vier verschiedene Höhen und varianten Umbauen. So kann es z.B. mit Nackenrollen oder ohne, als flaches Kissen genutzt werden. Die unterschiedlichen Einstellungen machen das Kissen ideal für Seiten- und Rückenschläfer, die das erste Mal ein Nackenstützkissen kaufen und noch nicht genau wissen, was sie wirklich brauchen.

Diamona Climatic

Der Nackenstützkissen Testsieger von Stiftung Warentest, das Diamona Climatic darf natürlich nicht fehlen. Es verzichtet zwar auf die häufig anzutreffende Wellenform ist aber trotzdem besten für Seiten- und Rückenschläfer geeignet, vor allem wenn sie sich nachts viel hin und her drehen. Der Clou, das Kissen bietet eine feste Seite aus viskoelastischem Schaum und eine zweite weichere Seite aus Stiftlatex.

Tempur Shape

Tempur gehört schon immer zu den bekanntesten Herstellern von Nackenstützkissen, denn der spezielle Tempurschaum bietet eine enorme Druckentlastung. Das Shape gehört zu der neueren Generation von Nackenstützkissen und bietet in den Größen S (8 cm), M (10 cm) und L (11,5 cm) ideale Unterstützung für Seiten- und Rückenschläfer. Der besondere CoolTouch™ Bezug sorgt für ein angenehmes Schlafklima.

Günstige Alternativen

So gut hochwertige Nackenstützkissen auch sind, sie kosten auf den ersten Blick echt viel Geld und nicht jeder will gleich so tief in die Tasche greifen, um mal zu gucken, ob so ein Kissen zu ihm passt. Falls es dir auch so geht kannst du es auch erst mal mit dem UTTU Nackenstützkissen* oder einem zweiten günstigen Einsteigerkissen, dem Ebitop Mlili* versuchen.

Nackenstützkissen Test von Stiftung Warentest

Im Jahr 2017 hat sich die Stiftung Warentest mit Nackenstützkissen beschäftigt und dabei einen ganzen Schwung (20) Kissen unter die Lupe genommen.

Das Diamona Climatic* ist dabei als Testsieger hervorgegangen. Definitiv ein sehr gutes Nackenkissen.

Ein wichtige Erkenntnis des Tests ist der Fakt, dass ein Großteil der Nackenkissen nichts taugen und das ist nicht verwunderlich. Oft werden vermeintliche Nackenstützkissen für 15 Euro in irgendwelchen Supermärkten angeboten und diese Kissen können bei diesem niedrigen Preis keine gute Qualität bieten.

Ebenfalls interessant ist, dass Stiftung Warentest Kissen mit allzu dubiosen Gesundheitsversprechen abgewertet hat, das begrüßte ich sehr, denn es gibt aktuell eine Menge im Ausland produzierter Kissen, die mit unglaublichen Gesundheitsversprechen eigentlich nur eine Sache tun, nämlich dem Verkäufer die Taschen vollzumachen.

Schade ist, dass der Punkt Natur und Umwelt nur einen kleinen Teil der Bewertung im Testbericht ausgemacht hat, nämlich nur 10%. Denn auch hier gibt es leider viele Negativbeispiele die besonders im Bereich der günstigen Nackenstützkissen zu finden sind. Oft stinken und ich sage bewusst stinken, diese Kissen so stark nach Chemie, dass man seinen Kopf da nicht die ganze Nacht drauflegen möchte.

Alles in allem gibt es aber leider einen wichtigen Punkt, der den ganzen Test von Stiftung Warentest überflüssig macht.

Es wurden z.B. Kissen die explizit für Menschen mit schmalen Schultern ausgewiesen sind von Testern mit sehr breiten Schultern Probe gelegen und entsprechend schlecht bewertet.

Nackenstützkissen sind sehr individuelle Produkte und das sollte eine Stiftung Warentest auch berücksichtigen und besonders, wenn es sogar vom Hersteller vorgegeben wird.

Wissenswertes zu Nackenschmerzen

Nackenschmerzen sind keine Seltenheit, denn etwa jeder Dritte, hat aktuellen Schätzungen zufolge, mindestens ein Mal jährlich mit Nackenschmerzen zu tun. Das ist eigentlich kein Wunder, wenn mal einen Aufblick darüber nachdenkt, dass der Nacken das gesamte Gewicht des Kopfes trägt und das im Grunde den ganzen Tag. Außerdem gilt der Nacken als besonders verletzungsanfällig, denn er ist ziemlich empfindlich.

In den meisten Fällen klingen die Nackenschmerzen innerhalb weniger Tage ab bzw. verschwinden innerhalb weniger Wochen vollständig. Es gibt aber auch immer mehr Fälle, in denen chronische Nackenschmerzen die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.
Es gibt leider nicht den einen Auslöser, denn Nackenschmerzen können eine Vielzahl verschiedener Auslöser haben. Häufig ist eine Verletzung der Grund für Nackenschmerzen. Es kommen aber auch Vorerkrankungen wie Arthritis oder schlechte Gewohnheiten wie eine ungünstige Körperhaltung und langes Arbeiten am PC infrage.

So unterschiedlich wie die Auslöser sind auch die Symptome, aber es gibt doch einige Beschwerdebilder, die besonders häufig vorkommen. Dazu gehören:

  • Eingeschränkte Beweglichkeit
  • Kopfschmerzen
  • Verspannungen und Muskelkrämpfe
  • Druckempfindlichkeit
  • Schlechte Schlafqualität

Bei starken Schmerzen oder falls zusätzliche Symptome auftauchen und du nicht sicher bist, woher die Nackenschmerzen kommen, ist es immer ratsam, die Ursache von einem Arzt abklären zu lassen.

Nackenschmerzen beim Schlafen

Der Schlaf dient uns und unserem Körper zur Erholung. Für unseren Nacken können die 7 bis 9 Stunden die wir uns im Bett befinden ziemlich kritisch werden. Das Zusammenspiel aus Schlafposition und Kissen können deinen Nacken während des Schlafens entweder entspannen oder für zusätzliche Verspannungen sorgen. Ein stützendes Kopfkissen ist die beste Lösung, den Nacken und die Wirbelsäule korrekt auszurichten und so die Regenration zu fördern.

Ein Kissen, das nicht ausreichend stützt, kann dazu beitragen, dass Nackenbeschwerden schlimmer werden. Studien zeigen sogar, dass ein wenig stützendes Kissen der Grund für Nackenbeschwerden sein kann. So entsteht ein Teufelskreis, der es Betroffenen schwer macht, sich von den Nackenschmerzen zu befreien.

Zwar ist es nicht besonders realistisch, dass ein falsches Kopfkissen der einzige Grund für Nackenschmerzen ist, aber zumindest ist das Kissen ein wichtiger und oft unterschätzter Faktor.

Vorteile von Nackenstützkissen

Die gesundheitlichen Vorteile und das Lob, das teilweise über Nackenkissen ausgeschüttet wird, ist enorm und da stellt sich natürlich die Frage, ob sie dem überhaupt gerecht werden können. Also Fakten auf den Tisch.

Nackenstützkissen wurden ursprünglich von Orthopäden entwickelt und haben normalen Kopfkissen gegenüber einen gewaltigen Vorteil: Sie ermöglichen eine anatomisch korrekte Lagerung des Kopfes.

Bei normalen Kopfkissen wird der Kopf nur selten richtig gelagert oder gestützt und das Resultat sind morgendliche Benommenheit, Kopfschmerzen oder einfach Abgeschlagenheit die in Kombination mit Nackenschmerzen und deutlichen Verspannungen auftreten können aber nicht müssen.

Ein Nackenstützkissen ist höher und kann mit seiner Wellenform dafür sorgen, dass der Kopf so gestützt wird, dass die Wirbelsäule gerade bleibt.

Die Muskulatur kann abschalten und sich regenerieren.

Durch seine feste Form, Nackenstützkissen werden aus Schaumstoff gefertigt, wird der richtige Abstand zwischen Kopf, Nacken und Schultern eingehalten. Als Ergebnis bleibt die Wirbelsäule über den ganzen Verlauf des Rückens gerade und der Kopf knickt nicht mehr ab.

Das passende Nackenstützkissen finden

Wenn du oft mit Nackenschmerzen und Verspannungen zu kämpfen hast, dann kann die Wahl des richtigen Kissens ein wichtiger Schritt sein. Ich selbst durfte das am eigenen Leib erfahren.

Welches Nackenkissen das beste Kissen für dich ist, das hängt von einigen wesentlichen Faktoren ab. In den nächsten Abschnitten erkläre ich dir ganz genau, welche Überlegungen du im Vorfeld anstellen solltest, welche Materialien sich besonders gut eignen und warum die Schlafposition so wichtig ist.

Das kommt dir alles ein bisschen viel vor? Kann ich verstehen. Die meisten Menschen machen sich kaum Gedanken über ihr Kopfkissen. Hauptsache es ist schön kuschelig und weich. Das ist in gewisser Weise kein Wunder, denn wenn es um Schlafqualität geht, steht immer die Matratze im Vordergrund. So wissen viele meiner Leser oft nicht, wie man ein passendes Kissen auswählen soll.

Die folgenden Punkte sollen dir die Auswahl erleichtern und wenn du dich auf die Punkte konzentrierst, hast du schon mehr Ahnung von Nackenstützkissen und Kopfkissen als die meisten anderen Menschen.

Schlafposition (Seitenschläfer, Rückenschläfer, Bauchschläfer)

Die Schlafposition ist ein sehr entscheidender Faktor bei der Auswahl des richtigen Nackenstützkissens.

Seitenschläfer sollten darauf achten, ein Kissen zu wählen, das ausreichend hoch ist um den Bereich zwischen Schulter und Matratze ausfüllen zu können. Ein zu flaches Kissen kann hier bereits dafür sorgen, dass der Kopf leicht abknickt und der Effekt des Kissens zunichtegemacht wird. Zu Hoch sollte das Kissen aber auch nicht sein, denn sonst lagert der Kopf zu hoch und der Nacken knickt wieder ab.

Rückenschläfer sollten zu einem flachen Nackenstützkissen greifen, denn eigentlich geht es in der Rückenlage vornehmlich darum die natürliche S-Form der Halswirbelsäule zu unterstützen. Ein zu hohes Nackenkissen kann für Rückenschläfer schädlich werden, weil es den Nacken in Überstreckung bringt. Das größte Problem dabei ist, dass die Haltung eingenommen wird, die wir schon den ganzen Tag vor dem PC oder am Smartphone einnehmen.

Bauchschläfer können im Grunde ganz auf ein Kissen verzichten. Nackenstützkissen werden zwar immer mal wieder als Kissen die auch für Bauchschläfer empfohlen aber ich würde als Bauchschläfer lieber nicht zu einem solchen Kissen greifen. Es passiert zu schnell, dass das Kissen zu hoch ist und man am Ende mehr Probleme hat als vorher. Wenn du Bauschläfer bist, dann versuch dein Glück lieber bei den Bauchschläferkissen.

Die richtige Höhe des Kissens

Die Höhe des Nackenstützkissens ist ebenfalls sehr wichtig, denn sie bestimmt, in welchem Winkel dein Kopf im Verhältnis zu Wirbelsäule liegt. Ein zu hohes oder zu niedriges Kissen kann dafür sorgen, dass der Kopf abknickt, ein ungünstiger Winkel für Kopf und Nacken entstehen und Beschwerden verschlimmert werden.

Ideal ist es, wenn Kopf, Nacken und Wirbelsäule eine Gerade bilden. Die folgende Tabelle kann dir dabei helfen, die passende Höhe für dein Nackenkissen zu ermitteln. Die Bezeichnung weich, mittel und fest bezieht sich auf den Härtegrad der Matratze, mit der das Nackenstützkissen kombiniert werden soll.

Nackenstützkissen Höhe Tabelle

Eine zusätzliche Option ist es, einfach zu messen, wie breit sein Kissen sein muss. Stell dich dazu einfach mit der Schulter an eine Wand und messe den Anstand von deinem Hals zur Wand. Von diesem Wert ziehst du ein paar Zentimeter ab und schon hast du einen Näherungswert für die Kissenhöhe. Ein paar Zentimeter abzuziehen ist wichtig, denn du wirst immer ein Stück weit in deine Matratze einsinken, während die Wand ja fest ist.

Um diesem ganzen Stress aus dem Weg zu gehen, empfehle ich immer Nackenstützkissen, die höhenverstellbar sind. Bei diesen Kissen lassen sich Schaumstoffelemente entnehmen und so die Höhe perfekt anpassen.

Unterstützung für den Nacken

Ein Kissen in der richtigen Höhe ist schon mal ein guter Anfang, aber noch besser ist es, wenn das Kissen den Nacken optimal stützt.

Um den Nacken zu stützen und zu entlasten, gibt es zwei gute Möglichkeiten. Zum einen kann ein Material gewählt werden, das sich dem Nacken anpassen kann oder du greifst zu einem Kissen mit der orthopädischen Wellenform. Die Wellen oder auch Rollen bieten dem Nacken die beste Unterstützung und lassen keine Lücken, in denen der Nacken ungestützt bleibt.

Der richtig Härtegrad

Neben den bereits genannten Punkten hat der Härtegrad des Kissens auch Einfluss auf die Position, in der der Kopf zum Liegen kommt. Auch hier spielt die Schlafposition eine wichtige Rolle. Seitenschläfer sollten, um ein Abknicken des Kopfes zu vermeiden, zu Nackenkissen mit einem höheren Härtegrad greifen. Rückenschläfer können es ruhig etwas weicher angehen.

Es ist ein schmaler Grat, denn zu harte Kissen können Druckstellen im Gesicht und an den Ohren verursachen und so den Schlaf stören. Andererseits können zu weiche Kissen deinen Kopf im Verlauf der Nacht durchhängen lassen und so nicht richtig stützen.

Hohe Druckentlastung

Das ist das, was wir wollen. Wir wollen den Nacken entlasten und Druck reduzieren. Ein gutes Nackenstützkissen sorgt genau dafür und es ist ein Zusammenspiel aus der richtigen Höhe und dem passenden Härtegrad. Wenn die Grundvoraussetzungen stimmen dann sorgen die verwendeten Materialen der Nackenstützkissen dafür, dass das Gewicht des Kopfes gleichmäßig verteilt wird und so wird der Druck für die einzelnen Bereiche des Nackens reduziert.

Die richtige Form

Das Sortiment an ergonomischen Nackenkissen ist in den letzten Jahren gefühlt immer größer geworden. Daraus ergeben sich auch viele Unterschiede in der Form der Kissen.

Manche Nackenkissen haben die markante Wellenform, andere verzichten auf die zusätzlichen Nackenrollen. Manche Kissen haben eine Mulde für die Schulter und andere sind in der Mitte flach, falls man doch mal auf den Rücken rollt.

Die Form des Kissens ist eine Frage der persönlichen Vorlieben. Was die ergonomischen Kissen aber alle gemein haben ist eine rechteckige Grundform, denn so bleiben die Kissen da, wo sie hingehören, unter dem Kopf. Bei quadratischen Kissen ist die Gefahr zu groß, dass die Schulter mit auf das Kissen rutscht und der stützende Effekt verloren geht.

Die Anschaffungskosten

Die Investition in ein gutes Nackenstützkissen ist entscheidend für deine allgemeine Gesundheit und insbesondere für die Gesundheit deines Nackens. Ich will es also kurz machen. Für ein gutes Modell solltest du 50 Euro aufwärts einplanen.

Es gibt auch immer mal Angebote hier und da, aber Kissen die deutlich unter diesem Preis liegen taugen oft nichts. Das ist übrigens eine der Erkenntnisse, die der Test der Stiftung Warentest zutage gefördert hat, billige Nackenstützkissen taugen nichts und das sind auch meine Erfahrungen.

Insbesondere die Nackenkissen, die in Supermärkten für 10 bis 15 Euro angeboten werden, können für den Preis nicht die Qualität bieten, die man von so einem Kissen erwarten sollte. Selbst zum Ausprobieren sind diese Kissen nicht geeignet, denn die Unterschiede zu den hochwertigen Nackenkissen sind enorm.

Qualität der Materialien

Hier kommt auch wieder das Argument für einen höheren Anschaffungspreis zum Tragen. Die stützende Funktion, die wir uns von einem Nackenstützkissen versprechen ist mit billigen Schaumstoffen nicht zu erreichen. Dafür haben die hochwertigen Materialien und der höhere Preis den entscheidenden Vorteile, dass die Lebensdauer der Kissen höher ist und oft nur alle paar Jahre ein neues Kissen angeschafft werden muss.

Das passende Kissenmaterial wählen

Für Nackenkissen kommen ganz verschiedene Materialien in Betracht. Wichtig ist, dass ein Kissen für bzw. gegen Nacken- und Schulterschmerzen fest genug ist den Kopf in einem gesunden Winkel zu lagern aber gleichzeitig weich genug ist Druckstellen zu verhindern.

Memory Foam und Latex-Schaum sind die Materialen zu denen am häufigsten gegriffen wird. Es gibt aber noch mehr Materialien die für Nackenkissen genutzt werden können.

Memory-Foam

Gedächtnisschaumstoff oder auch Memory Foam passt sich durch Wärme und Druck an und bildet so eine passgenaue Unterlage für Kopf und Nacken. Kissen aus Memory-Schaum sind hypoallergen, preiswert und in fester oder zerkleinerter Form erhältlich. Sie haben jedoch eine begrenzte Lebensdauer und passen sich nur langsam an Veränderungen der Schlafposition an. Wenn du ein Mischschläfer bist und dich Nachts viel hin und her drehst, kann das ein Problem darstellen.

Memory Foam neigt dazu, Wärme zu stauen. Die Hersteller sorgen durch Lüftungskanäle in den Kissen für Luftzirkulation, aber für jemanden, der stark schwitzt oder lieber kühl schläft, kann Memory Foam unpassend sein. Hier ist Gelschaum eine gute Alternative.

Federn

Qualitativ hochwertige Federkissen sind weich und bieten eine hervorragende Anpassungsfähigkeit. Es gibt eine spezielle Kissenkonstruktion, die Federkissen zu ähnlichen stützenden Eigenschaften verhilft, wie sie sonst nur Nackenstützkissen haben. Die Rede ist von Drei-Kammer-Kissen.

Leider neigen Federkissen dazu, ihre Stützkraft mit der Zeit zu verlieren, wenn die Federn durch das Gewicht des Kopfes zusammengedrückt werden. Ein weiteres Problem ist, dass Federn sich im Kissen verschieben können und so Lücken entstehen an denen der Kopf nicht gestützt wird.

Latex

Wenn dir Memory Foam und andere Schaumstoffe zu fest sind, dann wird das schwebende Liegegefühl von Naturlatex bestimmt gefallen. Latexkissen sind aber nicht nur ideal um Druckstellen vorzubeugen, sie haben auch eine bessere Temperaturregulierung und eignen sich für Menschen die lieber kühl schlafen.

Als nachhaltiges Naturprodukt sind Latexkissen im Vergleich oft teurer als andere Nackenkissen.

Dazu kommt, dass Latexkissen meist in einem Stück geliefert werden. Nachträgliche Anpassungen in der Höhe sind als nicht möglich. Es gibt auch höhenverstellbare Kissen, die auf eine Kombination verschiedener Schaumstoffe setzen und hier bildet Latexschaum oft die oberste Schicht, auf der man dann auch liegt.

Komfortschaum

Die meisten Komfortschaumkissen bieten eine gewisse Anpassungsfähigkeit und reagieren schneller auf Druck als Memory-Schaum. Ein besonders beliebter Vertreter bei den Nackenstützkissen ist der Gelschaum der besonders schnell auf Positionsänderungen reagiert.

Obwohl sie, wie Memory-Schaum, Wärme speichern, bieten sie oft ein kühleres Liegegefühl.

Komfortschaumkissen sind leicht, erschwinglich und hypoallergen. Allerdings bilden sie mit der Zeit bleibende Abdrücke und müssen häufiger als andere Kissenarten ausgetauscht werden.

Bekannte Hersteller von Nackenstützkissen

Es gibt heute eine Vielzahl von Herstellern, die Nackenstützkissen produzieren. Ich will an dieser Stelle auch gar nicht sonderlich tief in die Besonderheiten der verschiedenen Kissen und Hersteller eingehen, sondern einfach kurz die erwähnen, die seit vielen Jahren hervorragende Nackenkissen produzieren. Hier die Hersteller, mit je einem ihrer Kissen:

  • Tempur – Millennium
  • Elsa – Der Klassiker
  • Sissel/Novacare – Sissel Classic
  • Paradies – reVita® Ergonomic
  • Röwa – Röwa Nackenstützkissen
  • Billerbeck – Novum
  • Dormabell – Cervical
  • Diamona – Climatic
  • Theraline – Pearlfusion
  • IKEA – Rölleka

Es gibt natürlich noch weitere und vor allem sehr viele neue Hersteller auf dem Markt. Wobei man hier auch immer ein bisschen aufpassen muss.

Vorsicht vor Billig-Importen

Neben den Billigkissen aus Supermärkten gibt es noch eine weitere Kategorie von Kissen, von denen du lieber die Finger lassen solltest.

Das Internet ist voll mit billigen in China oder Indien produzierten Kissen. Diese Kissen werden oft mit den wildesten Gesundheitsversprechen beworben. Achte einfach auf Formulierungen wie – Nie wieder Kopfschmerzen, immer entspannt aufwachen, Premium Qualität, immer ausgeruht sein.

Solltest du trotzdem ein solches Kissen bestellt haben, dann lassen sich diese billigen Nackenstützkissen oft daran erkennen, dass sie beim Auspacken einen sehr starken chemischen Geruch verbreiten.

Ich habe solche Kissen schon in der Hand gehabt und ich würde meinen Kopf mit Sicherheit nicht auf ein solches Kissen legen.

Deswegen mein ernstgemeinter Hinweis, gib lieber ein paar Euro mehr aus und kauf dir ein Nackenkissen von einem bekannten und renommierten Hersteller, der nach deutschen Standards produziert und die passenden Gesundheitszertifikate wie z.B. das Ökotex 100 Zertifikat nachweisen kann.

Häufige Fragen zu Nackenstützkissen (FAQ)

Wenn es um Nackenstützkissen geht, dann tauchen oft dieselben Fragen immer wieder auf, hier eine kleine Auswahl der häufigsten Fragen.

Wie liege ich richtig auf einem Nackenstützkissen?

Das ist ganz einfach. Nackenkissen haben diese spezielle Wellenform, wobei die eine Wölbung etwas höher ist. Diese höhere Wölbung gehört unter den Hals. Der Kopf ruht zwischen den beiden Erhöhungen. Die kurze Antwort reicht dir nicht, dann habe ich natürlich auch einen ganzen Artikel dazu, wie man richtig auf einem Nackenkissen liegt.

Solltest du Rückenschläfer sein, dann kann es auch sein, dass dir die niedrigere Welle angenehmer erscheint, da kannst, du einfach ein bisschen ausprobieren aber für Seitenschläfer gilt, die höhere Welle kommt unter den Hals.

Eignen sich Nackenstützkissen für Allergiker?

Allergiker müssen natürlich nicht auf die gesundheitlich positive Wirkung eines Nackenstützkissens verzichten, ganz im Gegenteil.

Die Schaumstoffe, aus denen Nackenstützkissen produziert werden, bieten Hausstaubmilben keinen geeigneten Lebensraum. Das bedeutet natürlich nicht, dass sie sich nicht trotzdem irgendwann in dem Kissen niederlassen, aber grundsätzlich sind die synthetischen Materialien sehr gut für Allergiker geeignet.

Zusätzlich sind die meisten Nackenstützkissen mit einem Bezug ausgestattet, den man leicht entfernen und waschen kann und falls alle Stricke reißen, dann lassen die Kissen sich ohne weiteres mit Milbenbettwäsche nutzen. Mache ich auch schon seit Jahren.

Wie lange kann ich mein Nackenstützkissen verwenden?

Wie viele andere Produkte halten Nackenkissen natürlich nicht ewig, sie müssen aber auch nicht sonderlich häufig erneuert werden.

Etwa alle drei bis vier Jahre ist es ratsam ein neues Kissen anzuschaffen, bei starker Beanspruchung oder als Allergiker vielleicht auch schon etwas früher.

Das Kissen hilft mir nicht, was kann ich tun?

Es kann sehr lange dauern, bis man sich an ein neues Kissen gewöhnt und noch länger dauert die Umstellung, wenn du noch nie auf einem Nackenkissen gelegen hast.

Tatsächlich kann es bis zu 30 Tage dauern, bis dein Körper sich angepasst hat. Verteufel dein neues Kissen also nicht sofort, wenn nach 5 Tagen keine Besserung eintritt.

Wenn das Kissen auch nach längerem Einsatz keine Wirkung zeigt und du immer noch mit gesundheitlichen Beschwerden zu kämpfen hast, dann hilft nur der Gang zu deinem Hausarzt.

Nackenstützkissen werden zwar von Orthopäden und Physiotherapeuten empfohlen, sie sind aber kein Wunderheilmittel. Manche Verspannungen oder Probleme im Bereich HWS (Stichwort HWS Syndrom) lassen sich nur durch ein Nackenstützkissen nicht lösen.

Die entlastende und stützende Wirkung bekommst du aber in jedem Fall.

Welche Nackenstützkissen sind die besten?

Das beste Nackenstützkissen gibt es nicht. Also zumindest nicht in Form eines Testsiegers, der für alle passt. Nackenstützkissen sind sehr individuelle Produkte und daher solltest du bei der Auswahl nicht zu übereilt vorgehen und dir nach dem Kauf ein paar Tage oder sogar Wochen Zeit geben, dich umzugewöhnen.

Fazit zum Nackenstützkissen Test

Um Nackenschmerzen zu lindern, kann es bereits ausreichen, sein herkömmliches Kopfkissen gegen ein Nackenstützkissen auszutauschen.

Es gibt eine Vielzahl verschiedener Kissen für unterschiedliche Bedürfnisse. Solltest du das passende Nackenstützkissen nicht auf anhieb finden, kann sich also lohnen, verschiedene Modelle auszuprobieren. Viele Unternehmen bieten eine Geld-zurück-Garantie an, so dass du die keine Sorgen machen musst, wenn etwas nicht funktioniert.

Wenn du nach dem Wechsel des Kissens und einer ausreichenden Eingewöhnung immer noch Nackenschmerzen haben solltest, ist es ratsam einen Termin beim Arzt zu vereinbaren, um ernstere Erkrankungen auszuschließen.

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