Die besten Nackenstützkissen aus Latex in meinem Ratgeber

Ein Nackenstützkissen aus Latex? Ist das wirklich so gut und warum sollte Latexschaum besser sein als ein Nackenkissen aus Kaltschaum oder Memory Foam?

Genau diese Antworten, will ich dir in diesem Artikel geben, denn Latex hat als Material viele Vorteile und es gibt gute Gründe, warum gerade die besonders hochwertigen Nackenstützkissen aus Latex gefertigt werden oder zumindest auf einen Kern aus Latex setzen.

Ein bisschen Theorie ist auch nie verkehrt, denn es hilft ungemein, wenn man weiß worauf man seinen Kopf legt bzw. wie das Nackenkissen, das man sich da angeschafft hat funktioniert.

Die besten Latex Nackenkissen und jede Menge Empfehlungen gibt es natürlich auch.

Vorteile auf einen Blick

  • Latexkissen punkten mit einer sehr hohen Punktelastizität, Formstabilität und bietet einen hohen Liegekomfort.
  • Latexschaum ist ein besonders atmungsaktives Material, das Wärme und Feuchtigkeit gut abtransportiert. Besonders für sehr warme Schlaftypen und Vielschwitzer ist das interessant.
  • Latex ist sehr gut für Menschen mit einer Allergie gegen Hausstaubmilbe geeignet.

Nackenstützkissen mit Latexfüllung

Unter den folgenden Nackenstützkissen aus Latex findet sich mit ziemlicher Sicherheit für jeden ein passendes Modell.

Frankenstolz Medisan Sleep & Care Latex

Der Formkern aus Stiftlatex macht das Latexkissen aus dem Hause Frankenstolz zu einem idealen Kopfkissen für Rücken und Seitenschläfer, die auf eine ergonomische Haltung im Schlaf achten und ein Kissen aus Latex nutzen wollen.

Evergreenweb Nackenstützkissen

Das ideale Kissen für alle Bedürfnisse ist das Evergreenweb Nackenstützkissen, denn es bietet unter anderem unterschiedliche hohe Nackenrollen und einen Anti-Milben-Kopfkissenbezug. So sorgt es es gleich doppelt für geruhsame Nächte.

Billerbeck S20 Latexkissen

Das S20 von Billerbeck gibt es in drei Varianten und eine davon ist aus Latex. Für alle, die nicht ganz sicher sind welche Höhe ihr zukünftiges Kissen haben soll, bietet das S20 eine zusätzliche Einlegeplatte mit der die Höhe variiert werden kann.

V28 Air Talalay-Latex Nackenkissen

Nicht nur, dass das V28 Air Nackenstützkissen aus dem hochwertigen Talalay-Latex geferti ist, es lässt sich auf insgesamt 28 unterschiedliche Arten kombinieren und nutzen.

Latex ist nicht immer ein Naturprodukt

Gerne und oft wird Latex als natürlicher Rohstoff beworben, das ist aber längst nicht mehr immer der Fall.

Früher war es Handarbeit die Milch des Kautschukbaumes, der in Südostasien, Afrika und Südamerika wächst, zu gewinnen. Das funktioniert genau so, wie man sich das heute noch vorstellt. Die Rinde des Baumes wird abgetragen und der Saft wird mit Behältern aufgefangen.

Den wachsenden Bedarf an Kautschuk konnte man irgendwann nicht mehr auf natürliche Weise sicherstellen und so wird heute mehr als die Hälfte des Kautschukbedarfs mit synthetischem Kautschuk gedeckt.

Im Vergleich zum natürlich gewonnenen Kautschuk kommen bei der synthetischen Herstellung ganz andere Stoffe zum Einsatz, beispielsweise verschiedenen Rohölbestandteile.

Warum ich dir das alles erzähle und was das mit deinem Schlaf zu tun hat, das will ich dir gerne erklären.

Es gibt für Kissenkäufer einen bzw. zwei wichtige Unterschiede zwischen einem Kissen aus natürlichem oder synthetischem Kautschuk.

Ein Punkt ist der Preise, denn ein höherer Anteil an natürlichem Latex macht das Kissen deutlich teurer als ein Kissen bei dem auf synthetischem Latex gesetzt wird. Oft muss man allerdings sehr genau hinschauen, denn es werden meist beide Varianten genutzt und die jeweiligen Anteile sind dann höher oder niedriger.

Der Zweite Punkt, in dem sich die Arten unterscheiden ist der Schlafkomfort. Naturlatex ist etwas atmungsaktiver als sein synthetisches Gegenstück, außerdem transportiert Naturlatex die Feuchtigkeit und Wärme etwas besser ab. Für Vielschwitzer kann dieser kleine aber feine Unterschied einen erheblichen Unterschied machen.

Ebenfalls zum Schlafkomfort zählt für mich der Härtegrade des Kissens, obwohl er eigentlich sogar als einzelner Unterschied aufgeführt werden könnte. Natürlich gewonnener Latex ist etwas weicher, oder andersrum gesprochen synthetischer Latex ist zwischen 10% und 15% fester als Naturlatex.

Latex Herstellungsverfahren

Neben den Unterschieden in der Gewinnung des Materials gibt es auch noch Unterschiede bei der Herstellung des Latex und die haben Einfluss auf das endgültige Produkt.

Dunlop-Latex: Die Firma Dunlop ist den meisten durch ihre Autoreifen bekannt. Es ist aber auch ein Herstellungsverfahren, das in den 1920er Jahren entwickelt wurde, nach dieser Firma benannt.

Das kostengünstige Dunlopverfahren bzw. Dunlop-Latex ist das heute gängigste Verfahren zur Herstellung von Latex und bei Nackenkissen sehr oft anzutreffen.

Bei dem Verfahren wird der Rohstoff mit einem Geliermittel aufgeschlagen, um das Volumen zu erhöhen. Die Schaummasse wird im Anschluss in Formen gegossen. Diese Formen sind mit speziellen Hitzestiften ausgestattet. Diese Hitzestifte erzeugen die typischen Luftröhrchen, die auch der Grund sind, warum dieser Latex oft als Stiftlatex bezeichnet wird.

Das Material wird durch Hitze vulkanisiert und dann gewaschen.

Talalay-Latex: Latex in höchster Qualität wird durch das Talalay-Verfahren hergestellt. Das Verfahren selbst wurde etwa 20 Jahre nach dem Dunlopverfahren als Alternative entwickelt und setzt neben Hitze auch auf Kälte.

Im ersten Herstellungsschritt wird die Rohmasse mit Luft aufgeschäumt. Im Idealfall werden der Latexmilch keine zusätzlichen Füllmittel oder synthetische Materialien hinzugefügt.

Um die offenporige Struktur der Masse zu erhalten wird das Talayalatex erst eingefroren und dann mit CO2 behandelt, um die Struktur noch weiter zu festigen. Im Anschluss wird das Material ebenfalls vulkanisiert gewaschen und getrocknet.

Die Herstellung ist um einiges aufwendiger und das schlägt sich auch im Preis nieder. Allerdings wird zur Herstellung von Talalay-Latex oft reiner Naturkautschuk verwendet und das macht ein solches Kissen zu einem hochwertigen Naturprodukt.

Pulse-Latex: Seit dem Jahr 2012 gibt es eine neue Art der Latexherstellung, die sich doch deutlich von den anderen beiden Varianten unterscheidet.

Entwickelt von der belgischen Firma Latexco wird das Latex nach dem sogenannten n Sonocore-Verfahren hergestellt.

Bei diesem Verfahren werden keine Aufgussformen mehr verwendet, der Kissenkern wird als Endlosprodukt über ein Laufband verarbeitet und produziert. Die Erhitzung erfolgt endogen, als wird es wie in einer Mikrowelle von Innen erhitzt.

Das neue Produktionsverfahren bietet einige Vorteile, so bleiben beispielsweise keine Stiftlöcher in dem Material zurück. Außerdem ist das Material noch feiner aufgeschäumt und damit noch elastischer und atmungsaktiver.

Für wen eignet sich ein Latex-Nackenkissen?

Grundsätzlich für alle Schlaftypen, also Seitenschläfer, Rückenschläfer und Bauchschläfer, die auch sonst von der Nutzung eines Nackenstützkissens profitieren würden.

Sehr interessant wird das Material für Menschen die stark schwitzen, denn Latexschaum und besonders Naturlatex ist sehr viel atmungsaktiver als Memory Foam oder Kaltschaum und sorgt für trockenes und kühleres Schlafgefühl.

Ebenfalls interessant ist ein Kissen aus Latex für Allergiker, mit Ausnahme von Latexallergikern, die sollten auf die Nutzung eines solchen Kissens verzichten.

Hausstaubmilbenallergiker hingegen können ohne Bedenken auf das Material Latex setzen, denn durch seine hohe Atmungsaktivität und das dadurch bedingte trockene Klima im Kissen, bietet Latexschaum keinen geeigneten Lebensraum für die Kleinstlebewesen.

Kann man ein Latexkissen waschen?

Grundsätzlich gilt hier dasselbe wie bei den meisten Nackenstützkissen, unabhängig vom verwendeten Material sind sie nicht waschbar. Das Waschen in der Waschmaschine in Kombination mit einem starken Waschmittel können das Kissen zerstören.

Besser ist es auf einen Schonbezug zu achten, der bei mindestens 60° C waschbar ist. Die meisten Nackenkissen sind mit einem solchen Schonbezug ausgestattet und dieser kann ohne Probleme regelmäßig gewaschen werden.

Falls es trotzdem unbedingt sein soll, kannst du ein Nackenkissen mit lauwarmem Wasser und einem sehr milden Waschmittel von Hand waschen.

Grundsätzlich ist es trotzdem besser nur den Bezug zu waschen.

Nachteile von Latexkissen

So viele Vorteile die Nackenkissen aus Latex auch haben, es gibt natürlich auch einige Nachteile und einer davon ist der hohe Preis. Besonders Kissen aus Naturlatex sind deutlich teurer als vergleichbare Nackenstützkissen aus Memory Foam oder beispielsweise Gelschaum.

Meistens ist der nächste Punkt kein Problem, da man ja auf dem Kissen liegt aber, falls man es mal transportieren oder auf Reisen mitnehmen möchte, sollte man wissen, dass Latexkissen sehr schwer sind.

Für einen Schreck beim Auspacken sorgt oft der starke Eigengeruch von Nackenkissen aus Latex. Der Geruch des Materials ist oft deutlich stärke als bei Kissen aus anderen Schaumstoffen aber keine Sorge, du kannst das Kissen ein paar Tage lüften lassen, dann sollte der Geruch verschwunden sein.

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