Kühlende Bettdecken für den Sommer und starke Schwitzer

Der Sommer ist die schönste Jahreszeit und das Leben findet die meiste Draußen in der Sonne statt, es gibt aber einen Ort, an dem die hohen Temperaturen so gar keinen Spaß machen, nämlich im Schlafzimmer.

Kühlende Bettdecken für den Sommer sind eine tolle Option, das Bett und die Schlafqualität so zu beeinflussen, dass du auch im Sommer gut schlafen kannst.

Auch cool: Kühlende Kopfkissen, kühlende Matratzenauflagen;

In diesem Artikel findest du viele Tipps, um die richtige Bettdecke für den Sommer zu finden und erfährst, warum du nicht ohne Bettdecke schlafen solltest.

Die folgenden kühlenden Bettdecken sind Empfehlungen meiner Lesern und mir und eignen sich bestens für den Sommer.

Darauf solltest du bei Sommerbettdecken achten

Bettdecke ist nicht gleich Bettdecke, denn tatsächlich gibt es spezielle Modelle, die perfekt auf den Sommer bzw. hohe Temperaturen abgestimmt sind und für ein trockenes und angenehmes Schlafklima sorgen.

Atmungsaktiv: Der wohl wichtigste Punkt, denn eine Bettdecke im Sommer erfüllen sollte ist die Atmungsaktivität. Füllung, Füllmenge und auch die verwendeten Materialien haben großen Einfluss darauf, wie luftdurchlässig die Bettdecke am Ende tatsächlich ist.

Oft werden Ganzjahresdecken als Sommerbettdecken beworben, tatsächlich ist es aber so, dass diese Decken im Winter zu dünn sind und nicht ausreichend wärmen, während sie im Sommer zu dick sind und man darunter zu sehr Schwitzt, so zumindest meine Erfahrung. Besser ist es zu einer echten Sommerbettedecke zu greifen.

Nicht zu dünn: Ein Sommer, der uns die ganze Zeit seiner Dauer mit warmen Temperaturen beschenkt ist in unseren Breiten eher selten. Du musst also damit rechnen, dass auch mal kühlere Tage dazwischen sind und eine zu dünne Decke dann vielleicht nicht ausreicht.

Wenn mit kühlen Nächten zu rechnen ist, oder du in einer Region lebst, in der es nachts generell kühler wird, dann solltest du nach Decken mit der Wärmeklasse 2 Ausschau halten. Diese Decken sind immer noch dünn, wärmen aber ein bisschen mehr als die Decken der Wärmeklasse Eins.

Individueller Wärmebedarf: Bettdecken werden in Wärmeklassen unterteil. Es gibt die Klassen Eins bis Fünf wobei die ersten beiden Klassen die Sommerbettdecken sind. Die Klasse Eins entspricht den ultraleichen Bettdecken. Hast du einen niedrigen Wärmebedarf oder heizt sich dein Schlafzimmer im Sommer sehr stark auf, dann sind diese Decken gut geeignet.

Werden die Nächte doch mal etwas kühler oder du einen etwas höheren Wärmebedarf hast, dann sind die Sommerbettdecken der Klasse Zwei, die richtigen Decken für dich.

Kann ich auch ohne Bettdecke schlafen?

Natürlich kannst du in deinem Schlafzimmer tun und lassen was du möchtest, also auch ohne Bettdecke oder nur mit einem Bettdeckenbezug zugedeckt schlafen.

Ich kann nur empfehlen, trotzdem eine dünne Decke zu nutzen. Selbst wenn das Schlafzimmer auf 26° C aufgeheizt ist, ist der Unterschied zu unserer Körpertemperatur noch relativ hoch. Die Außentemperatur der Haut beträgt etwa 32 ° C und wenn du jetzt so ganz ohne Decke schläfst, können diese 6° C bereits dafür sorgen, dass du dich verkühlst und erkältest.

Dazu kommt, dass viele Menschen im Sommer mit offenem Fenster schlafen, um die kühle Nachtluft in den Raum zu lassen. Unserer Körper versucht weiterhin auch über Nacht die eigene Temperatur mit Schweiß zu regeln und dieser Schweiß in Kombination mit kühler Nachtluft kann ohne Decke dazu führen, dass du regelrecht Zug bekommst und mit Verspannungen und Nackenschmerzen aufwachst.

Bei beiden Dingen gilt natürlich nur kann, nicht muss. Trotzdem ist es besser auch im Sommer auf eine Decke zu setzten.

Materialien im Überblick

Wenn man sich im Sommer eine Bettdecke über den Körper legt, dann sollte sie auf jeden Fall atmungsaktiv sein. Ebenfalls wäre gut, wenn das Material ein trockenes Schlafklima begünstigt.
Bei Bettdecken der Wärmeklasse Eins ist die Füllung nicht so wichtig, denn die Decken sind eh kaum dicker als ein Bettbezug. Bei Sommerdecken der Klasse Zwei spielt die Füllung schon eine wichtigere Rolle.

Die folgenden Materialien eignen sich besonders gut für Sommerdecken und kommen auch als Gemisch vor.

Daunen

Ja tatsächlich sind Daunen eine gute Option für den Sommer, denn Bettdecken mit einem hohen Daunenanteil sind sehr leicht und haben trotzdem ein hohes Volumen. Dazu kommt dass Daunen einen guten Feuchtigkeitstransport gewährleisten.

Wenn du also einen mittleren Wärmebedarf hast oder dein Schlafzimmer nicht zu sehr aufgeheizt ist, dann ist eine Daunendecke für den Sommer eine gute Option.

Mikrofaser

Mit synthetischer Mikrofaser gefüllte Bettdecken verhalten sich ähnlich wie Daunendecken und bieten ein gutes Volumen ohne zu sehr zu wärmen. Sommerbettdecken aus Mikrofaser sind sehr gut für die Waschmaschine geeignet und daher für Allergiker interessant.

Solltest du bereits bei leicht erhöhten Temperaturen zu starkem Schwitzen neigen, dann sind diese Decke nicht besonders gut geeignet.

Baumwolle

Baumwolle eignet sich besten als Füllung und auch als Außenmaterial für Sommerdecken, denn es wärmt nicht und ist besonders atmungsaktiv. Dazu kommt, dass Baumwolle sehr gut waschbar ist und das ist im Sommer wenn man, viel schwitzt nie verkehrt.

Seide

Wildseide kann bis zu einem Drittel ihres eignen Gewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen und effektiv vom Körper wegleiten. Seide hat außerdem den großen Vorteil kaum Wärme zurückzuhalten und so ein trockenes und sogar kühlendes Gefühl zu hinterlassen.

Seide bzw. Wildseide ist das vielleicht beste Material für starke Schwitzer und Menschen die einen sehr niedrigen Wärmebedarf haben.

Tencel/Lyocell

Das Material, das aus dem Eukalyptusbaum gewonnen wird, hat viele hervorragende Eigenschaften, die es prädestiniert für eine kühlende Bettdecke machen.
Lyocell kann sehr viel Feuchtigkeit aufnehmen ohne sich feucht anzufühlen, perfekt also für starke Schwitzer und durch ihre Struktur ist die Decke auch besonders leicht. Damit aber noch nicht genug, Decken aus Lyocell sind sehr gut waschbar, also auch für Allergiker eine gute Wahl.

Geeignet ist es besonders für Menschen mit einem mittleren Wärmebedarf, die zu starkem schwitzen neigen.

Bambusviscose

Ein ganz wunderbares und sehr weiches Material wird aus der Bambuspflanze gewonnen und bietet ähnliche Vorteile wie das Material Lyocell.

Außerdem gilt Bambusviscose als antimikrobakteriell, da das Material die Ausbreitung von Mikroorganismen stark hemmt.

Cashmere und Kamelflaum

Diese beiden Füllungen fasse ich kurz zusammen, denn sie eignen sich beide für Menschen, die auch im Sommer schnell frieren und eine dünne aber wärmende Decke bevorzugen.

Cashmere ist das Unterhaar der Cashmere-Ziege ist sehr weich und verspricht einen guten Temperaturausgleich. Kamelflaum ist ebenfalls temperaturausgleichend und feuchtigkeitsregulierend. Das Material stammt vom Bauchbereich von Jung- und Muttertieren.

Fazit

Das ganze Jahr mit derselben Bettdecke zu schlafen führt fast unweigerlich dazu, dass die Decke im Winter zu dünn, oder im Sommer zu dick ist. Besser ist es eine auf die Jahreszeit abgestimmte Bettdecke zu nutzen.

Die meisten Sommerbettdecken können zwar nicht aktiv kühlen aber verbinden verschiedene Techniken und Materialien, um ein gut klimatisiertes und trockenes Schlafgefühl zu erreichen.

Die Decken sollten dünn und atmungsaktiv sein, um die Schweißproduktion auf ein Minimum zu reduzieren. Da es sich aber nicht ganz verhindern lässt im Sommer zu schwitzen ist es ratsam auf eine Decke zu setzen, die sich einfach bei mindestens 60° C waschen lässt.

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