Welche Kopfkissen klumpen nicht? Tipps und Empfehlungen

Fast jeder Mensch kennt das Phänomen: Man kauft sich ein neues Kissen, steckt es vor der Erstbenutzung in die Waschmaschine und hält nach dem Waschvorgang ein feuchtes, verklumptes Kopfkissen in den Händen. Der Traum von einem weichen und fluffigen Kissen ist ausgeträumt.

Denn oft lässt sich die Füllung des Kissens auch nicht mehr richtig auseinanderziehen oder auseinander klopfen. Dabei hast du dich beim Waschen an die Pflegeanleitung des Kissenherstellers gehalten. Du fragst dich wahrscheinlich, ob du beim Waschen des Kopfkissens etwas falsch gemacht hast. Oder wie du das Verklumpen der Kissenfüllung verhindern hättest können.

Warum klumpen Kopfkissen?

Besonders Füllungen wie Daunenfedern, Polyesterfasern und Polyesterwatte neigen nach dem Waschen in der Waschmaschine zum Klumpen. Zusätzlich wirken sich auch das nächtliche Schwitzen und der natürliche Alterungsprozess auf die Kopfkissen-Füllungen aus.

Wir verlieren nachts bis zu einem halben Liter Flüssigkeit in Form von Schweiß und der wird von Matratze, Bettdecke und natürlich auch dem Kopfkissen aufgenommen. Dadurch verlieren Daunen und Federn im Verlauf der Zeit ihre Rückstellkraft. Das merkt du daran, dass das luftige Kissen allmählich flacher wird. Wenn diese Kopfkissen nicht täglich aufgeschüttelt werden, dann verklebt der Schweiß die Füllung.

Durch das Waschen mit hohen Temperaturen und anschließendem Trocknen im Trockner neigen Federn und Daunen auch zum Brechen. Daher besitzen viele synthetische Kissen mittlerweile einen Extra-Bezug, der separat gewaschen werden kann.

Bei den meisten Feder- und Daunenkissen gibt es nur das Kissen-Inlet, indem sich das Füllmaterial befindet. Als Alternative kannst du dir einen separaten waschbaren Kissenbezug kaufen, denn du mit einer hohen Temperatur waschen kannst.

Klumpen alle Kopfkissen?

Es ist allgemein bekannt, dass Daunen- und Federkissen zum Klumpen neigen. Allerdings sind auch moderne Kissenmodelle mit synthetischen Füllungen davon betroffen. Schon nach dem ersten Waschgang verlieren diese Kopfkissen einen Teil ihrer Weichheit und Luftigkeit. Zwischen den Klumpen und Füllungslöchern des nagelneuen Synthetikkissens lässt es sich nur schlecht schlafen.

Trotz allem sollten die Daunenkissen spätestens alle zwei Jahre und die Federkissen einmal pro Jahr gewaschen werden. Auch Kissen mit anderen losen Füllungen wie Schaumstoffflocken und Tierhaar sollten ein bis zweimal pro Jahr gewaschen werden. Einerseits bilden sich mit der Zeit unangenehme Gerüche, andererseits können sich die Kopfkissen auch zu wahren Milbenhotels entwickeln.

Allergiker sollten deshalb eine für sie passende Füllung verwenden. Für Allergiker empfehlenswert sind auch Allergiker-Bezüge für Kopfkissen, die wöchentlich mit hoher Temperatur gewaschen werden.

Besser geeignet sind Füllungen, welche sich aus vielen kleinen Einzelelementen wie Polyestersticks, -bällchen oder -kugeln zusammensetzen. Ebenfalls empfehlenswert sind Kopfkissen, die einen thermoelastischen Schaum beziehungsweise Viscoschaum, Latex oder Gelschaum als Füllung nutzen.

Formkerne oder Schaumkerne werden häufig bei Nackenstützkissen eingesetzt. Die Kissenkerne befinden sich bereits in einem waschbaren Bezug. Ein weiterer Vorteil Vorteil dieses Bezugs ergibt sich aus der eingesetzten Steppung oder Wattierung. Diese sorgt für einen optimalen Abtransport der Feuchtigkeit.

Vorsicht, Nackenstützkissen bzw. der Schaumstoffkern lassen sich nur in den wenigsten Fällen waschen.

Was hilft gegen klumpende Kopfkissen?

Viele Kopfkissen und Bezüge können ohne Weiteres daheim in der eigenen Waschmaschine gewaschen werden. Halte dich am besten an die empfohlenen Pflegehinweise auf den Wäsche-Etiketten.

Um das Verklumpen von Kopfkissen zu vermeiden, sollte auch die passende Nachbehandlung erfolgen.

Ebenfalls hilfreich ist ein simpler Wasch-Trick, bei dem ein oder zwei Tennisbälle eine wichtige Funktion übernehmen.

Waschen mit Tennisball

Das Kopfkissen sollte in der Waschmaschine weder zu heiß gewaschen noch zu stark geschleudert werden. Orientiere dich an den vorhandenen Pflegesymbolen des Etiketts.

Achte bei deinem Fein- oder Wollwaschmittel, ob es sich für dein Kissen eignet, für Daunen gibt es beispielsweise besonderes Daunenwaschmittel*. Zudem ist es ratsam, auf einen Weichspüler zu verzichten. Wasche am besten immer nur ein Kissen nach dem anderen und verwende dem entsprechend auch weniger Waschmittel. Meist reicht ein Drittel der normalen Menge aus.

Das Wichtigste: Ein oder zwei Tennisbälle in der Trommel der Waschmaschine lockern das Kopfkissen während des Waschvorgangs auf. Die Tennisbälle sollten farbecht und sauber sein.

Nach dem Waschen wird das Kissen optimalerweise mithilfe eines Wäschetrockners getrocknet. Einige Trockner sind mit einem passenden Programm für Feder- und Daunenkissen ausgestattet.

Besitzt der Trockner kein eigenen Trockenprogramm für die Polster, dann sollten die Kissen schön langsam mit wenig Temperatur getrocknet werden. Damit die Füllung gleichmäßig trocknet, kannst du nachhelfen, indem du die Kissen zwischendurch aus dem Trockner heraus holst und sie ordentlich aufschüttelst.

Das Trocknen in einem Wäschetrockner ist dem Trocknen in der direkten Sonne vorzuziehen. Besonders Federn und Daunen werden durch lange Sonnenbäder brüchig.

Bei Daunen- und Federkissen kann es sich durchaus auszahlen, wenn du sie einmal im Jahr professionell in einem Fachgeschäft reinigen und dampfen lässt.

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