Sind weiche Matratzen schlecht für den Rücken?

Sind weiche Matratzen schlecht für den Rücken? Gerade wenn du vor hast, dir eine neue passendere Matratze zuzulegen, könnte dieser Artikel interessant für dich sein.

Sicherlich hast du im Bezug auf Matratzen schon so einiges gehört. Vielleicht kennst du Redewendung „je härter, desto besser“? Diese wurde früher gerne verwendet. Auch Aussagen wie „weiche Matratzen verursachen Rückenprobleme“ muss kein Glauben geschenkt werden. Denn nicht alle weichen Matratzen sorgen automatisch für Rückenprobleme oder Rückenschmerzen.

Mittlerweile ist bekannt, dass vor allem mittelfeste Matratzen für einen guten Schlaf sorgen können. Allerdings sind dein Körper und deine eigenen Schlafgewohnheiten wesentlich wichtiger als der Härtegrad der Matratze. Deine Schlafposition, dein Gewicht und dein Rücken bestimmen also, welche Matratze für dich am geeignetsten ist.

Schlafposition beachten

Deine bevorzugte Schlafposition spielt bei der Auswahl einer neuen Matratze eine große Rolle. Denn nicht jede Matratze unterstützt dein individuelles Schlafverhalten.

Rückenschläfer: Als Rückenschläfer solltest du auf die Lordose achten. Damit ist die natürliche S-Krümmung deiner Wirbelsäule gemeint.

Ich empfehle dir folgenden Test: Lege dich rücklings auf deine Matratze. Versuche nun deine Hand im Bereich deiner Lenden- und Halswirbelpartie zwischen deinen Rücken und die Matratze zu schieben. Wenn deine Hand hinein passt, dann ist die Matratze zu hart.

Seitenschläfer: Bist du ein Seitenschläfer, dann sollte deine Wirbelsäule beim Liegen auf deiner Matratze eine gerade Linie bilden. Wenn die Matratze zu weich ist, dann hängt deine Wirbelsäule eher durch. Bei einer zu harten Matratze knickt sie im Bereich deiner Schultern und bei deinem Becken ab.

Ein mittelfestes Matratzen-Modell mit einer höheren Punktelastizität gibt nur an den Stellen nach, wo dein Körper etwas einsinkt. Eine 5-Zonen- oder 7-Zonen-Matratze sorgt für eine gerade Wirbelsäule.

Bauchschläfer: Zählst du zu den zehn Prozent der Menschen, die bevorzugt am Bauch schlafen? Dann könnte eine härtere Matratze das Passende für dich sein. Sie sollte fest, aber nicht zu fest sein, um ein Einsinken deines Beckens zu verhindern. Denn ein Holzkreuz während der Nacht ist vermeidbar.

Als Bauchschläfer sollte dein Kissen nicht allzu hoch sein, um eine Überdehnung deines Nackens zu vermeiden. Oft verzichten Bauchschläfer komplett auf ein Kissen.

Der Härtegrad, wichtig oder nicht?

Da der Härtegrad nicht genormt ist, unterscheiden sich die Härtegrade der verschiedenen Hersteller zum Teil sehr deutlich voneinander. Während die einen Hersteller den Härtegrad 2 oder mittelhart angeben, gibt es andere die ihren Matratzen-Härtegrad mit mittelfest oder medium ausweisen.

Neben deinem Gewicht entscheidet auch die Relation zum Körper darüber, welcher Härtegrad zu dir passt.

  • H2 eignet sich in der Regel für ein Körpergewicht unterhalb von 80 Kilogramm.
  • H3 eignet sich für ein Körpergewicht von 80 bis 120 Kilogramm.
  • H4 kann bei einem Körpergewicht über 120 Kilogramm genutzt werden.

Harte Matratzen stützen besonders gut schwere Menschen mit Übergewicht ab. Ältere Menschen bevorzugen zum Beispiel eher weichere Modelle. Sportliche und aktive Personen empfingen höhere Härtegrade bei einer Matratze angenehmer als mittelfeste Modelle.

Menschen mit Rückenproblemen sollten sich keine harte Matratze aussuchen. Hier ist ein orthopädisches Matratzen-Modell mit niedrigem Härtegrad sicher eine überlegungswerte Alternative.

Rückenschmerzen können über Nacht nicht geheilt werden. Mit der passenden Matratze lassen sich vorhandene Verspannungen allerdings lindern.

Sind weiche Matratzen schlecht für den Rücken?

Weiche Matratzen, die alt und durchgelegen sind, können zu Problemen mit dem Rücken führen. Allerdings kann eine passend ausgewählte Matratze für die Richtige sein, wenn dein Körpergewicht unterhalb der 80 Kilogramm liegt. Vor allem nutzen mittlerweile auch weiche Matratzen Zonen.

Tatsächlich sind zu harte Matratzen häufiger der Grund für Rückenschmerzen. Denn sie üben mitunter sehr viel Druck auf deine Gelenke, Muskulatur und Gefäße aus. Das kann längerfristig zu gesundheitlichen Problemen führen.

Der Matratze Zeit geben

Vielleicht ist dir schon aufgefallen, dass neue Matratzen sich zu Anfang härter als gedacht anfühlen. Auch das Material ist zu diesem Zeitpunkt noch fester. Die Festigkeit verändern sich in der Regel durch Faktoren wie die Raumtemperatur, die Luftfeuchtigkeit und die Belastung durch dich als Schläfer.

Die Gewöhnung an eine neue Matratze kann durchaus vier bis sechs Wochen dauern. Somit ist deine Geduld gefragt.

Fazit

Eine zu feste Matratze ist genauso wenig optimal wie eine zu weiche. Ideal ist ein mittelfestes Matratzen-Modell, welches du passend zu deiner bevorzugten Schlafposition auswählst.

Heutzutage ist fast jedes Matratzen-Modell mit mehreren Zonen ausgestattet. Wie die Zonen einer Matratze sein sollen, hängt dabei von deiner Körperform ab.

Nimm dir also bei der Auswahl einer neuen Matratze genug Zeit.

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