5 Ätherische Öle die den Schlaf verbessern und entspannen

Hast du auch den Eindruck, dass Düfte und Gerüche oft deutlich unterschätzt werden, wenn es um unsere Stimmung geht?

Das ist wohl auch der Grund, warum sich viele Menschen nicht vorstellen können, dass es ätherische Öle gibt, die den Schlaf verbessern.

Aber die gibt es und genau darum geht es in diesem Artikel.

Und falls du jetzt immer noch unsicher bist, ob Gerüche wirklich so eine große Wirkung haben, dann habe ich ein kleines Beispiel für dich.

Stell dir für einen kurzen Moment vor, du hattest einen echt schlechten Tag. Es regnet und ist kalt, auf der Arbeit wollte nichts klappen und alle hatten schlechte Laune.

Jetzt kommst du genau so nach Hause marschiert, schließt die Tür auf und der Geruch deines Lieblingsessens strömt dir entgegen.

Was passiert in dem Moment in dem dich der Geruch erreicht mit deiner Laune? Sie wird sofort besser.

Das ist nur eines von vielen Beispielen und eine ähnliche Wirkung können ätherische Öle bzw. die Aromen auf deinen Schlaf haben.

Warum Düfte etwas ganz besonderes sind

Der Geruchssinn ist einzigartig.

Alle anderen Sinne, also Sehen, Hören, Schmecken werden in unserem Gehirn vom Thalamus und die verschiedenen Regionen verteilt, wo dann unsere Sinneswahrnehmungen steuern.

Ganz anders der Geruch, denn der geht direkt und ohne Umwege in das limbische System und entfaltet seine Wirkung dort wo z. B. auch die Amygdala sitzt, die emotionale Reaktion und das Gedächtnis steuert.

Jeder von uns kennt doch sicher diesen Moment in dem wir einen Geruch wahrnehmen und sofort Erinnerungen ausgelöst werden. Bei manchen ist es vielleicht das Parfum der Tante, Großmutter oder Mutter oder ganz beliebt ist auch der Geruch von Erkältungssalben, die man als Kind auf die Brust gerieben bekommen hat.

In der Psychologie wird dieses Phänomen, dass Gerüche starke Erinnerungen auslösen als Proust-Effekt oder auch Madeleine-Effekt bezeichnet und ist eben genau deswegen möglich, weil unser Geruchssinn direkt mit Zentren des Gehirns für Erinnerung und Emotion verbunden ist.

Genau diese direkte Verbindung kann man sich zu nutze machen, um mit Düften den Schlaf zu verbessern.

Vorteile und Einsatzgebiete von ätherischen Ölen

Ätherische Öle werden schon seit vielen Jahrhunderten verwendet um für Entspannung und körperliches Wohlbefinden zu sorgen.

So können die Öle eingesetzt werden, um den Schlaf direkt zu verbessern aber auch, um bessere Rahmenbedingungen für einen besseren Schlaf zu fördern, indem sie Stress, Angst, schlechter Stimmung und sogar körperlichen Beschwerden entgegenwirken.

Aromatherapie und ätherische Öle sind auch immer wieder Teil von spannenden Studien die z. B. zeigen, dass die Inhalation von unterschiedlichen Ölen die Schlafqualität von Erwachsenen verbessern kann.

In einer weiteren Studie geht es darum die Wirkung und Effektivität von Aromatherapie und Akupressur-Massagen zu vergleichen und die deutlich bessere Wirkung auf den Schlaf und das allgemeine Wohlbefinden haben die Aromen gehabt.

Auf ätherische Öle zu setzen, um den Schlaf zu verbessern, ist also kein Hokuspokus, sondern echt Wissenschaft.

Wie bereits erwähnt, werden Gerüche nicht nur eingesetzt, um den Schlaf direkt zu verbessern, sondern auch um besser Lebensumstände zu schaffen.

Gerade Stress und Angstzustände sind ein häufiger Grund für Schlafstörungen. Oft hindern Angst und Stress die Betroffenen am Einschlafen oder sorgen für nächtliche Wachphasen. In beiden Fällen leidet die Schlafqualität und das wirkt sich wiederum auf den Stress oder die Angstzustände selbst aus.

Aber auch hier gibt es Forschungen die zeigen, dass ätherische Öle dazu eingesetzt werden können diese Symptome und Beschwerden zu lindern.

Ebenfalls sind Schlafstörungen und Depressionen sehr oft in Kombination anzutreffen. Auch hier gibt es haufenweise aktuelle Studien die sehr deutlich zeigen, dass sich durch den Einsatz von Aromen die depressiven Symptome sowie Depressionen und auch Ängste reduzieren lassen.

Diese 5 ätherische Öle verbessern den Schlaf

Jetzt wollen wir endlich zu den Ölen kommen, die wirklich und nachweislich den Schlaf verbessern.

LAVENDEL. Der beruhigende Duft des Lavendels ist sehr populär und wird oft mit Entspannung assoziiert. Lavendel-Öl* ist bekannt dafür, den Schlaf zu verbessern und gilt auch als natürliches Mittel gegen Angstzustände. Aber der wohl am meisten untersuchte Duftstoff der Welt kann noch mehr. So wird er erfolgreich zur Linderung von Depressionen eingesetzt und kann sogar Schmerzen senken.

Die schmerzlindernde Wirkung von Lavendel wurde erst kürzlich in einer Studie an 6 bis 12-Jährigen, denen die Mandeln entfernt wurden, nachgewiesen. Das Ergebnis war, dass die Kinder die unter dem Einfluss des Öls standen, weniger Schmerzmittel benötigten.

JASMIN. Der süße und blumige Duft der Jasmin hat einen erheblichen Einfluss auf den Schlaf. Besonders interessant dürfte Jasmin-Öl* für dich sein, wenn du Probleme mit dem Durchschlafen hast. Studien haben gezeigt, dass der Duft der Jasmin die Schlafqualität besonders im Bereich des unruhigen Schlafes verbessert.

SANDELHOLZ. Sandelholz hat einen warmen, vollen und erdigen Duft, der schon sehr lange seinen Platz in der Therapie von Ängsten hat und auch zur Entspannung genutzt wird. Untersuchungen zeigen, dass Sandelholz-Öl* eine beruhigende Wirkung auf uns hat und besonders sehr nervösen Menschen dabei helfen kann mehr Nicht-REM-Schlafphasen pro Nacht zu durchlaufen.

Hinweis: Sandelholz hat bei einigen Menschen eine grundsätzlich entspannende Wirkung, sorgt aber gleichzeitig für erhöhtes Gefühl des Wachseins. Solltest du diesen Effekt bei dir beobachten, dann ist Sandelholz nicht der richtige Duft um deinen Schlaf zu fördern.

BALDRIAN. Baldrian ist schon seit Jahrhunderten ein bekanntes und weit verbreitetes Heilmittel und ist mit seinem holzigen Geruch bestens geeignet um den Schlaf zu verbessern. Die beruhigende Wirkung des Baldrian-Öl* hilft besonders gegen Alltagsstress und häufige Nervosität. Nicht umsonst gilt Baldrian als das natürlichste Schlafmittel.

ZITRUSFRÜCHTE. Zitrusfrüchte können ähnlich wie Sandelholz eine beruhigende, schlaffördernde oder stimulierende Wirkung haben. Bergamotte-Öl* z. B. hat in Studien gezeigt, dass es einen positiven Einfluss auf die Schlafqualität hat und Ängste lindert.

Zitronen-Öl* hingegen wird gerne wegen seiner angst- und depressionslindernden Wirkung eingesetzt, kann aber bei einigen Menschen nicht die erwünschte schlaffördernde Wirkung zeigen. Solltest du es mit dem Duft der Zitronen versuchen und feststellen, dass er dich eher belebt, dann solltest einen anderen Duft im Schlafzimmer ausprobieren.

Ätherische Öle richtig verwenden

Jetzt habe ich dir zwar erzählt, welche ätherischen Öle du verwenden kannst, um deinen Schlaf zu verbessern aber es fehlt ja noch das WIE.

In einem Bad

Aromatherapie für Zuhause leicht gemacht, in der heimischen Badewanne. Dazu lässt du dir einfach ein warmes Bad ein und gibst einige Tropfen von deinem Öl in das Wasser.

Wenn du dein Bad etwa 90 Minuten vor dem Schlafengehen nimmst, machst du dir zusätzlich die schlaffördernde Wirkung des warmen Bades zu Nutze.

Aroma Diffuser

Sogenannte Aroma Diffuser, wie dieser von VicTsing* sind elektrische Geräte die oft sehr ähnlich wie Luftbefeuchter mit Ultraschall funktionieren.

Der kleine aber feine Unterschied ist, dass du ätherische Öle in den Diffusor geben kannst und diese dann in die Raumluft abgegeben werden.

Sprühflasche

Eine handelsübliche Sprühflasche, wie man sie für Pflanzen benutzt, kann auch dazu genutzt werden, um die ätherischen Öle zu verteilen.

Man kann so auch die Bettwäsche bzw. die Kopfkissen bearbeiten. Allerdings solltest du vorsichtshalber nur die Unterseite der Kopfkissen besprühen, sonst kann es zu Hautreaktionen kommen

Direkt auf die Haut

Solange deine Haut nicht mit allergischen Reaktionen, brennen oder Juckreiz auf das Öl reagiert, kannst du es dir auch direkt auf die Haut reiben.

Besonders häufig kommt das Öl am Handgelenk zum Einsatz, so kann man die beruhigende Wirkung den ganzen Tag nutzen, indem man einfach an seinem Handgelenk riecht.

Studien, Quellen und weiterführende Links:

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28504569/
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24720812
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25114901
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21309711
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19216657
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23932834
http://www.wju.edu/about/adm_news_story.asp?iNewsID=539
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16780969

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